Vinyl Geschichten III

Und weiter gehts mit munterem Vinyl! Nachdem ich letztes Jahr einen Grossteil meiner Plattensammlung aufgelöst habe, entstand Platz und Lust auf neue, mir noch unbekannte Musik. Anstatt mich stundelang im Internet auf Musikplattformen zu tummeln, aktivierte ich meine ehemaligen Vinyl Bekanntschaften, sprich Plattenläden, und verbringe nun wieder einen beträchtlichen Teil meiner Freizeit in diesen Oasen des Musihörens. Das schöne daran ist, dass ich so durch Beratung und Tipps Musik kennenlerne, auf die ich alleine nie gekommen wäre. Nicht nur dass ich viele der neuen Bands gar nicht kenne, auch die Definitionen der verschiedenen Stile hat sich dermassen verändert, dass ein Durchblick ohne Hilfe fast nicht mehr möglich ist. Da sitze ich nun also im Jamarico in Zürich, oder in der Rille in Würenlingen und freue mich auf neue Entdeckungen aus der Welt der Musik.

Eine dieser Entdeckungen ist z.Bsp. das aktuelle Album von ALGIERS namens „There Is No Year“. Beim ersten Hören erinnerte ich mich an die New Wave Sounds aus den 80ern, gemischt mit einem zuweilen Gospelartigen Gesang und einer Prise Industrial. Wahrlich eine spannende Mischung! Aber ich war sofort fasziniert, wie Zeitgenössisch das alles klang. Und immer wieder dieser besondere, kräftige Gesang. Nun, das Resultat war, dass ich mir die Platte kaufte und ein weiteres Stück neue Musik in meinem Plattenregal thront.

Mehr zum Album unter:

Algiers: There Is No Year (Kritik & Stream) – Musikexpress

Vinyl Geschichten II

In letzter Zeit besuche ich wieder vermehrt meine LieblingsPlattenLäden. Viele davon gib es natürlich nicht mehr, aber zwei Shops liegen mir nach wie vor am Herzen. Einer davon ist der Jamarico in Zürich. Wann immer ich dort aufkreuze, stellen mir die beiden Inhaber Woody und Renzo eine Auswahl der Neuheiten zusammen und ich setz mich entspannt an einen der Plattenspieler, verschwinde unter dem Kopfhörer und lasse mich überraschen.

Diesmal hat es mir eine Compilation angetan. Sorgfätig zusammengestellte Rosinen aus den frühen Siebzigern. Allesamt unbekannte Titel und Interpreten und doch ist jeder einzelne Song eine Perle für sich. Stilmässig bewegt sich das ganze Album im Bereich von Folk/Softrock/Psychedelic. Das Album Cover ist liebevoll gestaltet, selbst das Label (Schallplatten Etikett) ist handbemalt! In den Liner Notes erzählt der Initiator des Albums kurz die Geschichte der Compilation. Woody, Renzo und ich sind uns einig, es gibt nach wie vor so viel gute Musik zu entdecken.

Mehr Infos unter:‚Sad About The Times‘: Hear A Track From Mikey Young’s ’70s Obscurities Comp – Stereogum

 

Vinyl Geschichten I

Wiedermal auf Entdeckungsreise in den Vinyl-Stores. Diesmal auf Besuch in der Rille in Würenlingen ( www.rille.ch ). Entdeckt habe ich die neue LP des französischen Projekts Roseaux.  Hinter dem Namen stehen drei Franzosen, einer davon ein bekannter DJ, die anderen stammen aus dem Dunstkreis der französischen Jazz Szene. Ergänzt mit weiteren Musikern, haben sie bereits das Debut Album „Roseaux“ aufgenommen, alles Coverversionen verpackt in einen Kammer-Jazz Mantel. Auf dem aktuellen Album „Roseaux II“ hingegen sind alles Eigenkompositionen, jeder Song mit einem anderen Sänger/Sänerin. Wunderschöne Songs, mit einer unglaublichen Dynamik vorgetragen, in jedem Stück wird ein weiterer Spannungsbogen aufgezogen, einfach ein Genuss. Es ist kein lautes Album, aber es mangelt nicht an Dramatik und aus der Stille erwacht immer wieder eine Überraschung.

Mehr zu diesem Album unter: Die französische Supergroup Roseaux bringt mit ihrem zweiten Album Soul und Sinnlichkeit – Sound Supreme – Musik – COSMO – Radio – WDR

Musikgeschichten Nr.15

`Die Stille zwischen den Noten ist genau so wichtig wie die Noten selbst` (Zitat:W.A.Mozart)

 

Ein Satz, der mich in den letzten Jahren immer wieder daran gemahnt hat, dass Musik nicht nur aus möglichst vielen Tönen, sondern ebenso aus Pausen und ruhigen Momenten, besteht.

Wieviel spannender ist Musik, wenn uns eine gutgesetzte Pause erst auf den kommenden Klang vorbereitet, uns an eine Variation heranführt, uns Gelegenheit zum Atmen gibt.

 

Es geht nicht darum, virtuoses Spiel und sportlich schnelle Passagen zu verurteilen, doch als ich letzthin ein Video des Hochleistungs-Sport-Gitarristen Yngwie Malmsteen ansah, kamen mir dann doch die einen oder anderen Zweifel, ob dies noch etwas mit Musikgenuss zu tun hat….ausser natürlich für den Spieler selbst.

 

Mut zu Pausen, einen Rat, den mir mein damaliger Gitarrenlehrer Peter Kuhn, immer wieder ans Herz legte, und den ich als Jungspund lange Zeit vernachlässigte. Erst mit den sogenanten reiferen Jahren, glaubte ich zu erkennen, wie wichtig dieser Mut zu Pausen ist.

Wenn wir uns einmal selbst beobachten; beim spielen einer Impro, neige ich eher zum Vielspielen, oder gehe ich die Sache geruhsam an? Meistens reihen wir doch möglichst viele Töne aneinander, stets auf der Suche nach dem spektaktulären Lauf, der ultimativen Sequenz. Wieviele überflüssige, ja sogar unpassende Noten spielen wir da jeweils an.

Und nun versuchen wir einmal, die Hälfte der Noten wegzulassen, nach einem Lauf eine Pause einzulegen, der Musik Luft zu geben. Und dann erst die nächste Variation anzusetzen. Plötzlich wirken die Motive stärker, Spannung kommt auf, Freude auf den nächsten Coup. Auch ich ermahne mich immer von neuem, wieder den Mut zu Pausen zu pflegen, und jedesmal bemerke ich, dass ich viel gelassener beim Spielen werde.

 

Lasst uns also die Pausen zelebrieren, auf dass die Musik wieder Luft bekommt – und wir auch.

 

In diesem Sinne viel Freude beim Gitarrenspielen 🙂

Musikgeschichten Nr.14

Also das ist mir nun doch seit Jahren nicht mehr passiert!
Als ich letzthin wieder mal in einem Brockenhaus am stöbern war, kaufte ich mir für 90 Rappen (!) eine CD von Taj Mahal.
Ich muss gestehen, dass trotz meiner zeitweiligen Hingabe zum Blues noch kein einziges Album dieses Künstlers bei mir Regal stand.
Nun denn, ich also friedlich nach Hause in die gute Stube, meine geliebte Hi-Fi Anlage angeworfen, die Cd eingelegt und in Position gesessen.
Und dann dies: von der ersten Sekunde war ich gefesselt; dieser Sound, die Stimme, die Produktion – der Wahnsinn! Roher Blues, verpackt in spannende, unheimlich groovende Songs, ohne ausufernde Solis, einfach nur schweinegut und straight to the heart. Vom ersten bis zum letzten Stück – immerhin glatte 40 Minuten – habe ich auf meinem Stuhl keinen Wank gemacht, nein, stimmt nicht ganz, mein Kopf konnte nicht stillhalten. Ich genoss jede Minute dieser wunderbaren Aufnahme.
Dann erst schaute ich mir die Angaben auf der Cd etwas genauer an. Taj Mahal, das war mal klar, „The Natch’L Blues“ heisst das Album, aufgenommen 1968 mit einer Handvoll ausgelesener Musiker.
Für mich definitiv eine Offenbarung, fernab von den heutigen Blues-Scheiben, und mit Sicherheit eine der besten Alben, die ich jemals gehört habe, und nichts weniger!

Ah ja, als Info für Interessierte, abgespielt habe ich die CD über einen NAD Cd Player, DAP Proceeder, Röhren-Vollverstärker Rolf Sigrist – Sound Design und ESS Speakers aus den 80er Jahren (https://www.hifiengine.com/manual_library/ess/monitor.shtml)

Musikgeschichten Nr.13

Ich denke, es ist wieder mal an der Zeit, auf die Vorlieben meiner Musiksammlung einzugehen.
Die Ostertage waren besonders geeignet, auf dem Sofa herumzulümmeln und sich mit Musik die Zeit zu vertreiben. Eine der Platten, die mir in die Hände kam, war „Big Bad Luv“ von John Moreland aus dem Jahre 2017. Moreland ist ein typischer Vertreter der jüngeren American Singer/Songwriter Fraktion. Elemente aus Folk, Country und Rock finden zu einer feinen Mischung zusammen. Viel Gitarre, elektrisch wie akustisch, Bass, Organ, drums, alles ohne Schnickschnack.
Auf seinem aktuellen Werk lehnt sich der Song „Amen, so bet it“ an die farbige Instrumentierung von Tom Petty & The Heartbreakers an. Und auf „No Glory In Regret“, ein weiteres Stück auf dieser LP, arrangiert nur für akustische Gitarre und Gesang, erinnert die Stimme von Moreland angenehm an die ruhigeren Momente bei Bruce Springsteen.
John Moreland ist eine imposante Erscheinung, führt aber eine äusserst feine Klinge. Waren seine früheren Alben noch etwas rockiger, pflegt er heute eher einen sparsamen, akustisch geprägten Sound. Er selbst bezeichnet sich als ‚Songwriter’s Songwriter‘.
Und er ist ein weiterer lebender Beweis dafür, dass neben all dem langweiligen musikalischen Mainstream, der da tagtäglich aus dem Radio sickert, nachwievor viel Gutes auf dem Musikmarkt erscheint. Mein Tipp: Man nehme sich eine handvoll Zeit, gehe in ein Musikgeschäft (ja, es gibt sie noch) und lasse sich wie früher beraten. Und es funktioniert! (nein, nicht wie bei Fust, dort funktioniert nämlich gar nichts….).
Viel Spass beim entdecken 🙂

Musikgeschichten Nr.12

Ich schätze nicht nur den guten Ton an Instrumenten, ich bin auch ein Freund des guten Klangs beim Anhören von Lp’s und CD’s (für diejenigen, die das nicht mehr kennen: Vinyl-Langspielplatten und CompactDisc….) 🙂
Was mich immer schon fasziniert hat, sind Kopfhörer, die es fertigbringen, die Musik wie in einem realen akkustischen Raum erklingen zu lassen. So, dass man das Gefühl bekommt, „mitten drin“ zu sitzen.
Über die Jahre habe ich immer wieder Kopfhörer ausprobiert und gemerkt, dass es nicht so viele Modelle gibt, die mir dieses räumliche Gefühl geben. Mit dem B&O H6 kam ich erstmals sehr Nahe an meine Vorstellungen eines „rund“ klingenden Kopfhörers. Er war mir lange Zeit ein guter Begleiter.
Und dann geschah es, dass bei einem Besuch im Geschäft meines Vertrauens (für diejenigen, die das nicht mehr kennen: Ein Laden, mit realem Verkäufer und mit richtiger Beratung…..), mir das aktuelle Modell von Sennheiser HD 800 S vorgestellt wurde. Der Klang war unglaublich; klar und differenziert bis in die tiefsten Ecken, brillante Höhen, warme Bässe……
Und wie das so ist im Geschäft deines Vetrauens, du darfst den Artikel auch zu Hause in aller Ruhe ausprobieren (ja, ich weiss, das kann man bei Zalando auch…..).
Nun, das tat ich natürlich gleich ausführlich. Ich brauchte aber eine gewisse Zeit, bis ich die Unterschiede vom B&O zum Sennheiser wirklich bewusst wahrnahm. Die Unterschiede der einzelnen Modelle auf diesem Level sind nicht mehr so riesig.
Was mir ziemlich bald auffiel, war, dass die Verteilung der einzelnen Instrumente noch mehr ins Detail ging, das Räumliche Erlebnis somit noch deutlicher zu spüren war. Da Klang der Bass hinten rechts, die Gitarren eher hinten links, der Gesang schön in der Mitte, die restlichen Instrumente schön süüferli im Raum verteilt – grossartig. Nur die Höhen waren mir Anfangs etwas zu brillant, aber da half ein kleines Nachjustieren am Treble-Knopf (für diejenigen, die das nicht mehr kennen: Treble ist eine Einstellmöglichkeit der Höhen an einer Stereoanlage….für diejenigen die auch das nicht mehr kennen – ach, das führt jetzt zu weit…..).
Und was ich auch feststellen konnte: mit Kopfhörer sollte man nicht mit zu hoher Lautstärke Musik hören. Erstens bekommt man einen sturmen Kopf nach einer Weile, zweitens ist es effektiv gar nicht von Nöten. Und was ich ebenso lernte, ist, dass das Empfinden des Musikerlebnisses absolut subjektiv ist. Da kannst du tausend Testberichte, Forum-Beiträge und Kommentare lesen, den bleibenden Eindruck kriegst du nur, wenn du selbst die Ohren unter so ein Teil klemmst.
A propos klemmen; das Tragen des Sennheiser und des B&O ist alleine schon ein Vergnügen, federleicht, sag ich da nur!
So, ich setz mir nun wieder meinen Sennheiser auf und bin dann mal weg 🙂

Gitarrengeschichten Nr.7

Nachdem in letzter Zeit die Gitarre neben Tee und sonstigen Geschichten etwas gar kurz gekommen ist, wende ich mich nun wieder einmal diesem wunderbaren Instrument zu.
Kürzlich fragte ein junger Schüler beim Anblick all der Gitarren im Sound am Albis, wieso ich denn so viele Gitarren bräuchte.
Ich antwortete ihm, von brauchen könne keine Rede sein, es mache vielmehr einfach Spass, für all die verschiedenen Musikstile eine passende Gitarre in die Hand zu nehmen und deren Klang zu geniessen. Zudem sei das Gitarrespielen mein Beruf, und da gönne man sich gerne die eine oder andere Aufmerksamkeit.
Und eben diese Aufmerksamkeit richtete ich Ende des vergangenen Jahres nach Zürich Wiedikon. Dort baut nämlich in einem kleinen Atelier seit geraumer Zeit ein Gitarrenbauer Namens Roger Landis wunderschöne Instrumente. (www.rogerlandis.com)
Nachdem ich mit dem Guitar-Talk von Sound am Albis bei Roger Landis zu Besuch war, entschied ich mich, nach langen Jahren wieder eine Gitarre für mich bauen zu lassen. Und diesmal sollte es eine akustische (auch Western- oder Folk-Gitarre genannt) sein.
Ich diskutierte mit Roger über Form, Hölzer, Klangvorstellung, Finanzierung und vieles mehr und Anfangs Dezember begann er mit dem Bau der Gitarre. Es wird insgesamt ein Jahr dauern, bis das Instrument fertig ist – Handarbeit bedeutet auch Geduld.
Ich kann mich nun also jeden Tag aufs neue freuen, dass irgendwann Ende dieses Jahres ein neues Instrument im Sound am Albis steht, und ich auf die Frage, ob dass denn unbedingt nötig sei, mit einem Lächeln antworte: Nötig? Auf keinen Fall – aber es macht unheimlich Spass 🙂

Musikgeschichten Nr.11

Feinjustierung. Ein kleines Wort mit grosser Wirkung.
Nehmen wir zur genaueren Erklärung das Beispiel einer Band, am besten die Gruppe „Gadjolinos“, da kann ich als Mitstreiter gleich aus erster Hand berichten.
Diese Band erarbeitet sich nun zu Beginn ihres Bestehens über mehrere Monate ein Programm. In erster Linie werden die ausgewählten Stücke/Songs geprobt, in der Folge ergibt sich einen stattliche Anzahl davon und man geht daran, erste Auftritte zu organisieren. Mit dem eingeübten, noch frischen Programm, nennen wir es mal Programm im Rohzustand, spielt man ein erstes Konzert im kleinen Rahmen. Auf diese Weise zeigt sich vor Publikum, was noch geändert werden muss und was es alles zu optimieren gilt. Wichtige Punkte wie die Kommunikation mit dem Publikum, saubere Anfänge und Schlüsse der einzelnen Stücke, Soundabstimmungen etc.etc. All das braucht einiges an Gespür und Feinjustierung und funktioniert nicht von heute auf morgen. Aus Erfahrung sind da gut und gerne fünf bis zehn Auftritte nötig, bis die Mechanismen greifen und die Band kompakt daherkommt.
So fein diese Justierungen auch zu sein scheinen, es bedingt viel Kleinstarbeit und ist bei jeder Probe fester Bestandteil.
Und genauso ist auch jedes weitere Konzert für uns „Gadjolinos“ eine Gelegenheit zur Feinjustierung, auf das die Band von Auftritt zu Auftritt wachsen kann und auf diesem Wege zu einer gutgeölten, attraktiven Grösse in der hiesigen Gypsy-Jazz Szene werde kann.
Wie sagt man doch so schön: Gut Ding will Weile haben.
Stimmt genau.

Alltagsgeschichten Nr.16

Auf die bestürzte Frage meines Gegenübers, was in aller Herrgottsnamen ich denn überhaupt noch zu mir nehmen würde, wenn schon keinen Kaffee, keinen Wein, kein Bier, keine Zigaretten und auch sonst nichts halluzinogenes, antwortete ich mit „Tee“ – das gab ihm den Rest. Geschieht übrigens öfter als man denkt. Die gerade erst begonnene Unterhaltung kommt dann jeweils arg ins Stocken und versandet quasi im staubtrockenen Untergrund des Unverständnisses.
Aber bitte, so schlimm kann das nun auch nicht zu verstehen sein, schliesslich haben bereits die Kaiser im alten China Tee getrunken; und das schon vor einigen tausend Jahren. Natürlich nicht in Beuteln, gottseidank, was ich im übrigen auch nicht tue, nicht mal wenn ich krank bin. Aber einen Aufguss mit frischen Teeblättern, manche so gross wie ein Daumen, lasse ich mir gerne gefallen. Womit auch schon die Frage geklärt ist, was Tee in einem Gitarrenblog zu suchen hat; ich Gitarre und ich Tee. So einfach.
Für alle die davon ausgehen, dass mit Kamillen und Pfefferminztee bereits alles gesagt ist, nur so viel: All das spannende Gerede über Bouquet, Nase, Torf, Süd oder Nordhang, welches wir von Wein oder Whiskey kennen, gibt es auch beim Tee. Lest nur mal einen Beschreib einer seltenen Pflückung auf der Homepage des Teeladens Shui Tang in Zürich und ihr ahnt wie gross die Welt des Tees sein kann.
Tjah, und so trinke ich also regelmässig mein Tässchen heisses Wasser, rieche an den aufgegossenen Blätter, erfreue mich an den verschiedenen Farben der Aufgüsse und rätsle, wie um alles in der Welt ein derart unscheinbares Kraut so vielseitig schmecken kann.
Wer nun ein bischen gwunderig geworden ist, der sollte sich mal auf einen Besuch in eben jenen Teeladen an der Spiegelgasse im Zürcher Niederdorf begeben und mit etwas Glück und Geduld am Teetisch der Inhaberin Meng Lin Chou eine Tasse Tee trinken und einfach mal zuhören, was es alles über dieses Getränk zu erfahren gibt. Und keine Angst, man muss weder thaiwanesisch noch chinesisch können 🙂